Einige Monate hat es gedauert - jetzt sind wir endlich fertig! Am vergangenen Montag hatten wir unsere Bachelor-Verteidigung inkl. einer ersten Vorstellung unserer Installation. Die Jungfernfahrt mit unserer digitalen Geisterbahn verlief reibungslos, auch die Verteidigung vor der Prüfungskommission hätte nicht besser sein können. Wir haben mit der Note 1,0 erfolgreich den akademischen Grad Bachelor of Arts erhalten!
Damit endet auch dieser Blog. In einigen Tagen oder Wochen werden wir vermutlich noch Impressionen der diesjährigen Werkschau posten, eventuell auch einen kurzen Dokumentationsfilm.
Wir möchten uns bei unseren treuen Lesern bedanken und euch alle herzlich einladen, eine kostenlose Fahrt in unserem WELTTRAUM zu absolvieren. Die Installation wird nur an drei Tagen betrieben und verschwindet danach wahrscheinlich für immer im Lager der Hochschule.
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mittwoch, 20. Juli 2011: von 13 bis 17 Uhr
Donnerstag, 21. Juli 2011: von 10 bis 18 Uhr
Freitag, 22. Juli 2011: von 10 bis 21 Uhr
STANDORT:
HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof
Wilhelminenhofstraße 75A
12459 Berlin (Eingang Gebäude A, direkt im Foyer)
HINWEIS:
Da eine Fahrt mit der Attraktion circa 6 Minuten dauert und nur eine Person gleichzeitig bedient werden kann, dürften vor allem zur Mittagszeit längere Wartezeiten entstehen. Daher wäre es sinnvoll, früh genug anzureisen und besser einen Termin am Morgen und/oder am späten Abend wahrzunehmen.
Siehe auch: Facebook-Event.
Wir freuen uns auf euch!
…den wir bereits seit ein paar Wochen (ohne den Hinweis auf den WELTTRAUM im Abspann) auch per Blog verbreiten.
Die letzten zwei Wochen haben begonnen und wir sind verdammt gut in der Zeit. Im Augenblick kümmern wir uns um den Schnitt des finalen Films. Wir haben für diesen Zweck an der Dramaturgie gefeilt und ein Storyboard zurechtgelegt.
Der Filmschnitt muss zwei Dinge erfüllen: Eine sehr kurz angerissene Geschichte erzählen und dabei visuell so aufgebaut und aneinandergereiht sein, dass unser Ziel (Wahrnehmungsbeeinflussung, konkret: Schaffen von Orientierungslosigkeit, Isolation, Verwirrung und Angst) erreicht wird.
Die einzelnen Szenen machen daher von vielen bildnerischen Mitteln Gebrauch: unmögliche bzw. unübliche Perspektivwechsel, Kontraste, Zeitverzerrung, Vermischen unterschiedlicher Zeiten und Perspektiven, etc. Auch die Sounds, mit deren Komposition wir morgen beginnen, werden natürlich entsprechend abgestimmt sein.
Schnitt und Vertonung werden wahrscheinlich bis Ende der Woche abgeschlossen sein, so dass wir gelassen in den finalen Projektionstest a.k.a. Generalprobe am kommenden Wochenende starten können.
Parallel arbeiten wir derzeit noch an der Trennwand, die wir noch bauen und mit einer Illustration bemalen müssen. Leider reicht die kostenlose Pappe, die wir bisher immer bei IKEA besorgen konnten, bei weitem nicht aus, um eine knapp 20 Quadratmeter große Wand zu bauen. Daher haben wir uns jetzt professionell produzierte und zugeschnittene Pappe beschafft.
Ach ja, Einlassbändchen (bekannt von Festivals) haben wir in der Zwischenzeit auch noch produzieren lassen.
Die Marketing-Maschinerie läuft auch perfekt und über die diversen Kanäle erreichen wir täglich etliche Leute. Vielen Dank für das rege Interesse!
Eigentlich kann nun also nichts mehr schiefgehen :) In den nächsten Tagen werden wir noch einen Facebook-Event erstellen und euch alle einladen, den WELTTRAUM und den Rest der Werkschau der HTW Berlin zu bestaunen.
Zu sehen sind einige Aufnahmen vom vorletzten Wochenende, an dem wir die Installation testweise in einer Halle in der Hochschule aufgebaut haben.
Das erste Bild zeigt das WELTTRAUM-Mobil - beladen mit kostenloser Pappe von Ikea, die wir für die einzelnen Kabinenmodule gebraucht haben.
Das zweite Bild zeigt noch einmal die Kabine in unserem Arbeitsraum. Alle anderen Bilder sind dann in der Halle B2 auf dem Campus Wilhelminenhof entstanden (unser Arbeitsraum ist zu klein für diesen Test).
Vor zwei Wochen haben wir das ganze Wochenende dazu genutzt, um die Projektionskabine in einer Halle auf dem Hochschulgelände aufzubauen und mit sechs Beamern zu testen. Fünf der Beamer sind eine Leihgabe der Hochschule, ein weiterer stammt aus Privatbesitz.
An jedem Beamer ist ein Laptop oder Desktoprechner angeschlossen, auf dem der jeweilige Film für das jeweilige Kabinenelement gespeichert wurde. Zur gleichzeitigen Ansteuerung aller Beamer verwenden wir die Software ArraySync von Nasolab. Damit ist es möglich, per LAN mehrere Rechner miteinander zu verbinden und dabei einen Server zu definieren, der alle Clients anspricht und gleichzeitig das vorher festgelegte Video startet. Sofern die Videos alle dieselbe Länge haben (was bei uns ja der Fall ist), werden sie automatisch stetig synchron gehalten. Sollte einer der Rechner zwischendurch mal eine Millisekunde langsamer werden, wird dies unbemerkt von der Software wieder ausgeglichen.
Einziger, nicht nachvollziehbarer Nachteil bei der Software ist, dass sie nur per LAN funktioniert und anscheinend nicht per WLAN. An der Bandbreite kann es eigtl. nicht liegen, denn es werden ja keine Videos übers Netzwerk gestreamt, sondern lediglich Steuersignale. Daher mussten wir uns also noch spontan etliche Ethernetkabel inkl. Netzwerkswitch kaufen, um unsere Rechner zu vernetzen. Immerhin: Damit läuft es aber nun ohne Probleme :)
Das Video oben zeigt den gesamten Aufbau. In der Mitte ist die Kabine zu sehen (derzeit noch ohne Dach), rundherum die sechs Laptops/Beamer. Als Testfilm haben wir die Loopingbahnfahrt verwendet.
Die Bildwirkung/Immersion, der man ausgesetzt ist, wenn man sich in der Kabine befindet, ist atemberaubend!
Dieses Video zeigt einen sehr kurzen Ausschnitt, der während des Klinikdrehs entstanden ist. Es wird im späteren Film so nicht verwendet, sondern dient nur dem Test verschiedener Schnitte und Farbgebungen.
Ein Großteil der Szenen wurde am Tag gedreht, teilweise bei direktem Sonnenlicht, da die Kameras nicht in der Lage sind, Dunkelheit/Nacht ordentlich einzufangen. Daher müssen wir die meisten Szenen nachträglich mit einem bestimmten Mix aus Farbgebung, Helligkeit/Kontrast und Sättigung belegen, der die Szenerie dunkler, unheimlicher und unwirklicher erscheinen lässt.
…denn wir waren mit allerlei Dingen beschäftigt. Die Arbeiten gehen in die Endphase über und es gibt viele kleinere und größere Baustellen, an denen wir jetzt parallel arbeiten, um rechtzeitig (18. Juli) fertig zu werden. Daher fehlte einfach die Zeit für neue Blog-Posts.
Das werden wir aber nun nachholen in den folgenden Minuten.
Dieser Blog und auch die Facebook-Page, mit denen wir einen Einblick in unsere Arbeit gewähren, sind gleichzeitig Teil größerer Marketing-Maßnahmen. Wir wollen die Leute damit auf unser Projekt aufmerksam machen, Sponsoren gewinnen und einen Anreiz schaffen, am Tag der Werkschau in der Hochschule vorbeizukommen.
Da das Projekt zunehmend voranschreitet, ist es nun an der Zeit, weitere Maßnahmen einzuleiten. Diese Maßnahmen werden unabhängig sein von diesem Blog, denn wir wollen auch nicht zuviel vorab über unser Projekt verraten. Das heißt, dass neuere Marketingmittel nun auch keinen Verweis mehr auf diesen Dokumentationsblog enthalten werden, so dass nur ein engerer Kreis weiterhin nachverfolgen kann, was der Fortschritt unseres Projektes ist. Alle anderen sehen dann vorerst nur die offizielle Außenwirkung.
Dabei wollen wir mit den Faktoren Grusel, Unvollständigkeit und Raum für Interpretationen arbeiten. Wir wollen ganz bewusst nicht sagen, worum es sich eigtl. insgesamt handelt. Es könnte ein neuer Film sein, es könnte aber auch nur ein virales Projekt als Selbstzweck sein. Genaueres wird man erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.
Für diesen Zweck haben wir als erste Maßnahme eine Microsite gestaltet und umgesetzt. Diese ist von der Wirkung her angelehnt an Websites für neue Kinofilme. Im Unterschied dazu haben wir die Seite jedoch komplett mit neuen Webtechnologien (CSS3, HTML5) umgesetzt, anstatt auf Flash zurückzugreifen (wie man das üblicherweise immer noch machen würde).
Die Website zeigt die vermeintliche Hauptdarstellerin des Films in einer Industrieruine stehend. Mit JavaScript und CSS3-Transitions haben wir Blitze eingebaut und den von der Decke hängenden Haken mit einer Bewegung versehen. Die ganze Website ist zudem skalierbar - wenn die Browsergröße angepasst wird, wird auch der Platz besser genutzt.
Der wirkliche Informationsgehalt ist bewusst sehr gering. Beim Klick auf das Wappen des WELTTRAUM-Instituts oder das Buch wird eine kurze Geschichte erzählt, die aber ohne weitere Informationen zunächst nichtssagend bleibt, wahrscheinlich aber Neugier weckt.
Der Countdown am unteren Rand der Website trägt dazu bei, dass man den Stichtag abwarten wird, obwohl man nicht weiß, was dann eigtl. passieren soll. Damit der Stichtag nicht in Vergessenheit gerät, gibt es eine Newsletter-Funktion. Zusätzlich haben wir auch Twitter- und Facebook-Plugins platziert, um die Verbreitung in sozialen Netzwerken zu vereinfachen. Die gesamte Microsite basiert zudem auf einem Tumblr-Account, somit können Interessierte diesem “Blog” auch folgen - obwohl es keine weiteren Infos und Blog-Posts gibt.
In wenigen Tagen werden wir noch einen Schritt weitergehen und versuchen, das Ganze auf eine virale Ebene zu bringen. Dazu später mehr.
Am vergangenen Dienstag und Mittwoch haben wir Szenen für den Kurzfilm gedreht. Dazu gehörten ein paar bereits geplante Szenen, aber auch einige Einstellungen, auf die wir direkt vor Ort gekommen sind beim Inspizieren der Drehorte. Je mehr Aufnahmen wir haben, umso flexibler sind wir später beim Erstellen der Dramaturgie und des Schnittes.
Um nur einige der Drehorte zu nennen: Hochhaus am Anton-Saefkow-Platz; Flugplatz Werneuchen (Landebahn + Hangar); Kiesgrube; Stadtpark; Fotostudio in der HTW; etc.
Wir haben bis jetzt schätzungsweise die Hälfte aller Szenen abgedreht. Es werden also noch ein paar Drehtage folgen, bis wir alles im Kasten haben und mit dem Schnitt beginnen können.
Ach ja, bei Ikea waren wir auch noch mal vergangene Woche. Wir konnten eine lose Vereinbarung aushandeln, nach der wir jederzeit wiederkommen und nach kostenloser Pappe für unsere Installation fragen können :) Win!
Mützen, rote Jacken und dunkle Hosen scheinen sich übrigens zu unserem Markenzeichen zu entwickeln… Der Partnerlook scheint sich automatisch einzustellen, je häufiger man miteinander rumhängt.
Gestern war ein weiterer langer Tag in unserer WELTTRAUMstation in der Hochschule - und zwar ein sehr produktiver!
Wir haben jetzt drei von sechs Kabinenmodulen komplett fertiggestellt. Den Rohbau inklusive Leinwand hatten wir vor zwei Wochen schon fast fertig, gestern ging es dann darum, den unteren Bereich eines jeden Moduls (unterhalb der Leinwandfläche) ordentlich abzudecken.
Das klingt einfacher, als es ist. Wir brauchten dazu ein Material, das stabil und leicht zugleich ist - und günstig. Karton/Pappe würde sich gut eignen, und auch wenn dies als Wegwerfprodukt massenhaft vorhanden ist, ist es schwierig, sich Kartonplatten in dieser Größe (und ohne Zerstörungen) zu besorgen. Wir haben dazu bei zwei Möbelläden angefragt und durften einige Müllcontainer für Pappe durchsuchen. Und wir sind fündig geworden! Zwar fehlt uns für die restlichen drei Module noch die nötige Pappe, aber die werden wir schon irgendwo auftreiben können. In jedem Fall konnten wir auf diese Art und Weise viel Geld sparen.
Nach dem Zuschneiden galt es dann, die Pappe schwarz einzufärben. Das ist deswegen sinnvoll, weil schwarze und matte Farbe Licht absorbiert. Da wir es im Innern der Kabine möglichst dunkel haben müssen, damit die Projektion auf der Leinwand besser wirkt, war das für uns ein wichtiger Punkt. Naiv wie wir sind, dachten wir, eine Sprühdose mit schwarzem Lack würde reichen… Wir hätten uns vorher vielleicht mal die Infos auf der Dose durchlesen sollen, denn der Lack einer Dose reicht gerade einmal für rund 1,5 Quadratmeter, also nicht einmal für ein einziges Kabinenmodul.
Anstatt dann noch mehr von den teuren Dosen zu kaufen, sind wir auf Pinsel und Vollton-Abdeckfarbe umgestiegen. Ebenfalls schwarz, ebenfalls matt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Da wir für die spätere Trennwand im Foyer ohnehin noch genug Farbe und Pinsel brauchen, war diese Investition gleich doppelt sinnvoll.
Zum Schluss haben wir die drei komplett fertigen Kabinenmodule mal nebeneinandergestellt (siehe Bildergalerie) und deren Anmutung getestet :) Das Ganze sieht jetzt unfassbar gut und professionell aus. Wir können es kaum erwarten, die restlichen Module demnächst fertigzustellen.
In der kommenden Woche stehen dann erstmal wieder drei Drehtage an, bevor es nächste Woche einen Konsultationstermin mit den beiden Profs gibt. Die Zeit drängt!